26. Januar 2026 / Nachrichten aus dem Rathaus

Welttag der sauberen Energien

Anlässlich des Aktionstages am 26. Januar weist die Stadt Schweinfurt auf die großen Potenziale erneuerbarer Energien hin

Veröffentlicht am 26. Januar 2026 um 13:42 Uhr

Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Welttags der sauberen Energien“ am 26. Januar möchte die Stadt Schweinfurt auf die Möglichkeiten und die großen Potenziale erneuerbarer Energien hinweisen.

Bereits seit 1905, also seit 121 Jahren erzeugen in Schweinfurt Wasserkraftwerke erneuerbaren Strom. Ohne diese erneuerbaren Energien wäre die Geschichte der Stadt wahrscheinlich anders verlaufen: Die traditionsreichen Fabriken von Kugelfischer und Fichtel & Sachs waren auf diese kostengünstigen erneuerbaren Energien angewiesen. Da die energetische Nutzung des Mains aber nicht mit dem industriellen Wachstum Schritt halten konnte, musste später unter anderem auch Kohle für die Energieerzeugung herhalten. Die damit einhergehende Luftverschmutzung sorgte für ein Umdenken, so dass die Stadt im Jahr
1990 wieder im großen Stil auf erneuerbare Energien umgestiegen ist. Mit der Errichtung des Gemeinschaftskraftwerks (GKS) wurden im Hafengebiet für die Schweinfurter Industrie große Mengen Kohle durch Abfälle ersetzt, die ohnehin immer anfallen und deshalb ebenfalls zu den erneuerbaren Energien gezählt werden. Entsprechende Filtertechnologien sorgen für die
saubere Luft.

Aber auch im kleinen und privaten Maßstab geht es in Schweinfurt voran: Die erste Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) wurde im Stadtgebiet im Jahr 1997, also schon vor 29 Jahren, errichtet. Die Installation war damals noch mit sehr hohen Investitionskosten verbunden.

Mittlerweile finden sich ca. 3.000 solcher Anlagen mit einer Leistung von mehr als 40.000 Kilowatt im Stadtgebiet. Mehr als 27 Gigawattstunden Strom erzeugen die PV-Anlagen in Schweinfurt bereits pro Jahr – ausreichend Strom, um mit einem E-Auto ca. 2.300mal die Erde zu umrunden. Der auf diese Weise erzeugte Strom ist auch für die Umwelt gut. Denn um so viel Strom zu erzeugen, wären zum Beispiel ca. 17.000 Tonnen Braunkohle erforderlich – jedes Jahr.

Und auch die Investitionskosten sind mittlerweile stark gefallen. Die Stadt freut sich in dem Zusammenhang über das große Engagement der Bürger und Unternehmen, die diese positive Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht haben.

Besonders erschwinglich sind seit Neuestem so genannte „steckerfertige Balkonkraftwerke“. Auch hiervon finden sich schon mehr als 600 Anlagen mit einer Leistung von ca. 500 Kilowatt im Stadtgebiet. Gerade bei diesen ist der Preis und damit die Einstiegshürde besonders gering. Wie der Name schon sagt, können diese Anlagen relativ unkompliziert am Balkon
angebracht werden. So reicht ein zur Sonne ausgerichteter Balkon, damit auch Mieter ohne eigene Immobilie kostengünstig erneuerbaren Strom erzeugen und die Stromrechnung senken können. Wer sich ein solches Balkonkraftwerk zulegt, sollte aber aufpassen und die Anlage nicht einfach nur anschließen: Die Installation muss den Stadtwerken gemeldet und
die Anlage muss innerhalb eines Monats im Marktstammdatenregister im Internet angemeldet werden. Kosten oder andere Verbindlichkeiten entstehen hierdurch aber in der Regel nicht.

In dem Zusammenhang weist die Stadt Schweinfurt auch auf das vorhandene Informationsangebot, insbesondere auf das seit 2017 bestehende Solar- und Gründachpotenzialkataster hin (https://www.solare-stadt.de/schweinfurt). Für jeden über das
Internet einsehbar, weist dieses nicht nur die Eignung des eigenen Dachs für PV-Anlagen, sondern auch für Solarthermieanlagen für die Warmwasserbereitung und für Dachbegrünung aus. Mit einem Klick auf das eigene Dach kann mit Hilfe dieses Tools zum Beispiel eine PV-Anlage simuliert und das Stromerzeugungspotenzial abgeschätzt werden. Auch ein ergänzender Batteriespeicher kann simuliert werden. Ein Gespräch mit einem Fachmann ersetzt das Kataster aber nicht.

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