Die Schweinfurt App hat Holger Laschka getroffen – gebürtiger Schweinfurter, 59 Jahre alt, seit fünf Jahren Stadtrat und nun erneut Oberbürgermeisterkandidat der Grünen. Im Gespräch erzählt er von seinem Weg, seinen Ideen für die Stadt und seinen liebsten Orten in Schweinfurt.
Vom Lokaljournalisten zum Sprecher – und zurück nach Schweinfurt
Laschka ist fest in der Region verwurzelt. Seine berufliche Laufbahn begann beim Schweinfurter Tagblatt, bevor er sich mit einem IT- und Internetshop selbstständig machte. Später wechselte er nach München, wo er Pressesprecher der Grünen-Landtagsfraktion wurde. Heute arbeitet er als Pressesprecher bei SKF – und bringt damit nach eigener Aussage Erfahrung aus Medien, Politik und Wirtschaft zusammen.
Vor fünf Jahren kandidierte er bereits einmal für das Amt des Oberbürgermeisters. Damals, so sagt er rückblickend, sei es schwieriger gewesen – neu in der alten Heimat, wenig bekannt. „Jetzt wissen viele, wer ich bin und was sie mir zutrauen können“, sagt Laschka.
Warum er Oberbürgermeister werden möchte
Schweinfurt stehe vor „herausfordernden Zeiten“, insbesondere finanziell. Laschka betont, er wolle diese Aufgaben „mit Planung und Haltung“ angehen. Ein wesentlicher Punkt sei für ihn, strukturelle Kosten besser in den Griff zu bekommen – vor allem im Bereich Personal und Schulen. Hier sieht er auch den Freistaat Bayern stärker in der Pflicht.
Gleichzeitig brauche die Stadt mehr Spielraum für zentrale Themen wie Soziales, Kultur und Infrastruktur. Ein Schwerpunkt: die Zukunft der Mainquerungen. Die Sanierung der Maxbrücke dürfe nicht dazu führen, dass die Innenstadt monatelang abgeschnitten werde. Ob eine zusätzliche Brücke oder andere Lösungen – Laschka plädiert dafür, das Thema völlig neu zu denken. In fünf Jahren möchte er zumindest klare Perspektiven für die künftige Verkehrssituation sehen.
Lieblingsorte zwischen Wildpark und Wehranlagen
Privat zieht es Laschka vor allem in die Natur. Besonders gern ist er im Wildpark oder im Stadtwald unterwegs – ideal zum Joggen, sagt er. Auch die Wehranlagen haben es ihm angetan: „Ein ganz toller Park.“ Und er freut sich auf den geplanten Bürgerpark im Westen der Stadt, der seiner Meinung nach ein wichtiger neuer Erholungsraum werden könnte.
„Schweinfurt hat so viele bunte Seiten“
Am Ende richtet Laschka einen Wunsch an die Bürgerinnen und Bürger: Schweinfurt wieder positiver zu sehen. Online werde viel gemeckert, findet er – und das tue der Stadt Unrecht.
Er verweist auf Kultur, Sport, Angebote und Lebensqualität. Auch der FC 05 kommt zur Sprache: Trotz durchwachsener Ergebnisse sei die 3.-Liga-Saison ein Erlebnis – ebenso wie das Stadion, das er zu den schönsten seiner Art zählt.
„Lasst uns wertschätzen, was Schweinfurt kann und ist“, sagt er. Mit Mut, Zuversicht und Optimismus könne die Stadt die kommenden Jahre gut meistern.
Das ganze Interview als Video findet ihr HIER!

