7. April 2026 / Sport

Das ist wirklich ein Finale, das man so schnell nicht vergisst

VIZEMEISTER 2025/26! MIGHTY DOGS SCHRAMMEN HAARSCHARF AM TITEL VORBEI

Veröffentlicht am 7. April 2026 um 13:24 Uhr

Das letzte Spiel der laufenden Bayernhockeysaison stand an, begleitet von vier Fanbussen und unzähligen PKWs mit insgesamt gut und gerne 400 Fans machten sich die Mighty Dogs auf den Weg nach Königbrunn, wo es im siebten Finalspiel für beide Teams Do-or-Die im Kampf um die Meisterschaft hieß. Für das Spiel hatten beide Teams weitgehend ihren vollen Kader zur Verfügung. Nach dem Sieg von Donnerstag war die Mission klar: das Momentum mitnehmen und sich zum bayrischen Meister krönen!

Mit mächtig Motivation und schnellen Beinen starten die Mighty Dogs in das erste Drittel des entscheidenden Spiels um die Meisterschaft. In den ersten Minuten haben die Gastgeber kaum offensiven Zugriff auf die Partie. Tomas Cermak gibt den ersten Schuss des Spiels ab, nachdem ein tief gespielter Puck von Kristers Donins von der Bande zurück kommt. Minuten später fängt Arturs Homjakovs einen Puck in der neutralen Zone ab und schickt Petr Pohl auf die Reise, doch Vajs ist erneut zur Stelle und hält die Königsbrunner im Spiel. Im Anschluss fängt Lukas Krumpe in einer 2 auf eins Situation des EHC den Querpass ab und verhindert somit eine größere Gelegenheit. Kurz darauf war der EHC quasi erstmals in der Offensive, und sie nutzen die Gelegenheit effektiv aus, als Marco Sternheimer aus kurzer Distanz den Führungstreffer erzielen konnte. Nach einem groben Fehlpass in der Abwehr des ERV gelang dem EHC dann sogar durch Bullnheimer das 2:0. Der ERV nahm umgehend eine Auszeit und wechselte auf der Torhüterposition, um ein Signal an die Mannschaft zu senden und sich wieder auf die eigene Stärke zu fokussieren – jetzt mit Leon Pöhlmann zwischen den Pfosten. Wenig später hat Homjakovs seine erste große Chance auf dem Schläger, doch kann sie noch nicht nutzen. Eine entscheidende Szene folgt in der 13. Minute, als Marco Sternheimer nach einem Kniecheck gegen Kristers Donins für 5 Minuten vom Eis geschickt wird – Donins kann nach kurzer Zeit das Eis selbstständig verlassen und wieder in das Spiel eingreifen. Aufgrund einer Disziplinarstrafe gegen Trainer Bobby Linke gingen die Mighty Dogs im Anschluss in doppelte Überzahl. Der Puck lief gut, und so gelang Homjakovs nach großartiger Vorbereitung der Anschlusstreffer zum 2:1. Königsbrunn bleibt danach jedoch konzentriert und verteidigt ihre Unterzahl stark, so dass Königsbrunn mit einem Tor Vorsprung in die erste Pause gehen kann. 

Im Mittelabschnitt startete Schweinfurt früh mit einer Unterzahl nach einer Strafzeit gegen Homjakovs. Der EHC ließ sich abermals nicht lange bitten und schlug effizient zu: Lorraine brachte seine Pinguine nach 26 Sekunden damit wieder zu einer Zwei Tore Führung. Kurz darauf musste der ERV erneut mit einem Mann weniger agieren, denn Alex Diel musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Diesmal blieb die Defensive der Mighty Dogs jedoch stabil und ließ wenig zu – stattdessen begingen nun auch die Gastgeber ein Foul und mussten ebenfalls auf die Strafbank, so dass nach kurzer Phase des Vier gegen Viers ein Powerplay für den ERV anstand. Erneut konnte in dieser Phase Homjakovs glänzen, der einen Abpraller von Vajs zum 3:2 verwerten konnte. Nur Sekunden später brachten die Königsbrunner den Puck dann nicht aus der eigenen Zone, was Lucas Kleider mit seinem platzierten Torschuss sofort bestrafte und den 3:3 Ausgleich für den ERV erzielen konnte. Das Momentum nahm sich der ERV dann leider selbst, als wegen zu vieler Spieler auf dem Eis eine Strafe gegen den ERV ausgesprochen wurde. Der EHC Königsbrunn bestrafte diesen Fauxpas direkt mit einem Treffer von Turcotte, der die Führung damit wiederherstellte. Im Anschluss konnten die Hausherren phasenweise Druck aufbauen, doch Pöhlmann im Schweinfurter Tor war ein starker Rückhalt. Doch auch auf der Gegenseite entstehen große Chancen: zuerst bedient Donins Homjakovs, der an Vajs scheitert, doch wenig später schaffen es die Hausherren nicht, die Kontrolle über das Spiel zurückgewinnen und den Puck aus der eigenen Zone zu befördern. Kevin Heckenberger gelangt an den Puck, während Pavel Bares vor dem Tor die Sicht des Goalies blockiert, so dass Heckenbergers Schuss in den Maschen einschlägt und den erneuten Ausgleich markiert. Doch damit war nicht genug: Schweinfurt hatte wieder Fahrt aufgenommen, und Petr Pohl lässt erst mehrere Verteidiger aussteigen ehe er anschließend zur 4:5 Führung trifft. Schweinfurt hält den Schwung aufrecht, und belohnt seine Aufholjagd mit einer zwischenzeitlichen Führung zur zweiten Pause.

Im letzten Spielabschnitt starten die Gastgeber mit einem Lattentreffer durch Sternheimer ins Drittel, welcher beinahe den erneuten Ausgleich markiert hätte. Nach einem üblen Foul an Homjakovs, der mit dem Gesicht voran in die Bande gecheckt wurde und blieb erstmal benommen auf dem Eis liegen. Länger ging dafür zwei Minuten in die Kühlbox, doch nach einer Strafe gegen Kristers Donins folgte eine Phase mit viel Platz auf dem Eis, in der sich jedoch keines der beiden Teams belohnen konnte.  10 Minuten vor dem Ende belohnen sich die Hausherren dann für eine druckvolle Phase mit dem Tor zum 5:5 Ausgleich zu belohnen. In doppelter Überzahl für den ERV lag der Führungstreffer bereits in der Luft, doch insbesondere Luca Szegedin stach in der Königsbrunner Defensive heraus: zuerst kratzte er den Puck in letzter Sekunde von der Torlinie, um anschließend mit mehreren Blocks ein weiteres Tor für die Mighty Dogs zu verhindern. In der übrigen, einfachen Überzahl geschah dann wieder ein individueller Fehler, der Königsbrunn in einen schnellen Angriff brachte. Sternheimer nimmt die Scheibe mit, legt sie von hinter dem Tor in den Slot zum heraneilenden Bullnheimer, der in Unterzahl dann die Pinguine wieder in Führung brachte. Der ERV kämpfte weiter und warf alles rein, was es reinzuwerfen gab. 1:43 Minuten vor dem Ende ging der ERV dann erneut ins Powerplay, die Trainer zogen zusätzlich Leon Pöhlmann aus dem Tor für einen zusätzlichen Stürmer auf dem Eis – und 34 Sekunden vor dem Ende geschah es dann: der Puck zappelte im Netz der Königsbrunner, und die Anspannung auf den Rängen und in der Mannschaft wandelte sich in Jubel. Doch wenig später nahmen die Schiedsrichter den Treffer wieder zurück und entschieden auf hohen Stock. In den letzten Sekunden gelang es dann nicht mehr, ein weiteres Tor zu erzielen, und so gingen die Mighty Dogs, die nach Abpfiff noch lange Zeit von den gut 400 mitgereisten Fans gefeiert wurden, als Vizemeister auf die Heimreise. 

Trotz der momentanen Enttäuschung über das denkbar knapp verlorene Finale, sollte eines klar sein: Die Mighty Dogs haben eine überragende Saison gespielt, der junge Kader hat immer wieder Selbstvertrauen und Wille bewiesen, und sich am Ende mit der Vizemeisterschaft für eine Saison belohnt, die es in Schweinfurt so schon lange nicht mehr gab. Um diese Saison gemeinsam gebührend zu feiern, gibt es am 11. April ab 16 Uhr ein Saisonabschlussfest am Icedome, bei dem es neben reichlich Speis und Trank auch Neuigkeiten zum Kader der kommenden Saison geben wird. Alle Fans, Unterstützer und Freunde des Schweinfurter Eishockeys sind herzlich eingeladen, vorbei zu kommen und gemeinsam mit der Mannschaft zu feiern. 

Foto: Mighty Dogs

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